06.11.06

Ich bin nicht käuflich

Genauer gesagt, meine Internetseite ist nicht käuflich.
Das hat was mit Freiheit zu tun.
Und mit Freizeit.

Werblich geht es mir um Freiheit.
Wenn ich von einer Sache schwärme, wie zum Beispiel dem neuen Buch von Leo Leowald oder von Eibischteig, dann mach ich das aus Überzeugung. Nicht weil ich Geld bekomme oder sonstige Vergünstigungen.

Und wenn die Abmahnpraktiken diverser Märkte meine Kaufentscheidung beeinflussen und ich dieses auch kommuniziere, dann ist das ebenfalls meine freie Meinung.

Ich bin kein Feind der Werbung, ganz bestimmt nicht. Ich bin aber ein Freund der Gewaltenteilung – oder der Interessensteilung. Eine Redaktion sollte von anderen Interessen bestimmt sein als eine Anzeigenabteilung. Eine Redaktion sollte von Meinungsfreiheit bestimmt sein, eine Anzeigenabteilung hat zum Ziel, Anzeigen zu verkaufen. Völlig legitim. Wenn ich jetzt Anzeigenabteilung und Redaktion in Personalunion bin, entsteht schnell ein Interessenskonflikt. „Schreib was Nettes über eine Firma und du bekommst dann dafür Geld oder sonstige Vergünstigungen.“ Diesem Interessenskonflikt will ich mich nicht aussetzen, deshalb wird es hier auch in Zukunft weder bezahlte Berichte, Produkttests oder Werbeanzeigen geben.

Das zweite ist die Freizeit.

Deshalb nehme ich zeichnerische Auftragsarbeiten nur im äußersten Ausnahmefall an. Da muss das Projekt schon sehr attraktiv und interessant sein. Alles andere würde mich ganz einfach in zeitliche Konflikte bringen – der Spaß ginge flöten und auch die Freiheit.

Was ich aber dennoch mache, ich verschenke ab und an Cartoons. Das Schenken hat für mich den Vorteil, dass ich nicht gezwungen bin, zeitlich, inhaltlich, sonst wie.

Den heutigen Cartoon schenke ich Marion und ihrem Baby.
Hab es ja schon ewig lange versprochen.
Und das alte Baby ist ja wirklich schon veraltet, und es hat auch nie gekotzt!

Posted by L9 at 07:57 | Comments (9)