14.06.06

Über Technik sowie die daraus resultierenden Gefahren des Bloggens

Das ist übrigens für die Leute, die am Comicsalon unseren Stand besuchen und nicht wissen, was es so auf sich hat mit dem Bloggen. (Hier der zugehörige ernste Text)


Bloggen ist eine sehr ernste Sache.
Das resultiert schon aus der äußerst komplexen Technik, die dem Ganzen zugrundeliegt. Blogs sind nicht einfach nur Tagebücher. Nein, es handelt sich um diffizil vernetzte Internetseiten, deren Erstellung typischerweise mit einer ganz speziellen Software erfolgt. Diese wird von entsprechenden Providern angeboten. Man hat die Wahl, direkt beim Provider zu schreiben, oder das Ganze selbst zu installieren. Hier muss man aber bereits sehr aufpassen (Gefahr 1 - Stylepolice). Schon bei der Wahl der Software legt man fest, ob man später zu den coolen Bloggern gehört oder zu den Deppen. Falscher Provider = dummer Tagebuchblogger. Richtiger Provider = Elitebloger.

Ein Blog hat typischerweise eine ganze Reihe wichtiger und weniger wichtiger Komponenten. Selbstverständlich muss man nicht alle Komponenten auf seinem Weblog installieren. Nutzt man aber keine dieser Funktionen und wagt es dennoch, sich Blogger zu nennen, bekommt man es mit den Blogwarten zu tun. Blogwarte sind Leute, die darauf achten, dass alles mit rechten Dingen zugeht in der Blogsphere. Die Blogsphere, manchmal auch das Bloggerdorf genannt, ist die Sphäre, in der sich die Blogs bewegen.


Die Technik in Groß - als Pop-up

Da gibt es zum Beispiel die Blogroll. In der Blogroll verlinkt der Blogger seine Lieblingsseiten. Schafft man es auf die Blogroll eines berühmten hochverehrten Bloggers, dann ist das toll. Fliegt man wieder runter von der Blogroll, dann ist das bitter. Daher - Achtung - Depressionsgefahr!. Depressionen kann man auch bekommen, wenn keiner kommentiert, selbst wenn man sich noch sosehr bemüht.

Hat man einen RSS Feed auf seiner Seite, gibt man anderen die Möglichkeit, sein Weblog zu abonnieren. RSS heißt Really Simple Syndication („wirklich einfache Verbreitung"). RSS ist allerdings wirklich kompliziert zu erklären, also lass ich das jetzt.

Durch diese extreme Vernetzung und Verlinkung untereinander ist natürlich auch der extrem rasanten Verbreitung von Informationen Tür und Tor geöffnet. Legt man sich zum Beispiel mit irgendeinem berühmten Blogwart an, weil man sich falsch benimmt oder was Dummes veröffentlicht, dann weiß das gleich die ganze Bloggerwelt. Da hat man dann kein leichtes Leben mehr. Da steigen zwar die Zugriffsraten auf dein Blog, nur glücklich wirst du damit dabei nicht. Man nennt das auch "Die Sau durchs Bloggerdorf treiben".

Für Abenteurer und Gefahrensucher ist die Blogsphere jedoch ein äußerst interessantes Spielfeld.


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Vor allem die physische Verletzungsgefahr ist sehr gering. Es ist einer der wenigen Gefahrenherde, wo das Ausschalten elektronischer Geräte sowie das Verstecken unter der Bettdecke erfolgreich sein kann.

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Trotz all dieser Gefahren ist Bloggen jedoch eine sehr reizvolle Sache.
Fast so wie permanentes Weihnachten. Ich schenke anderen meine Cartoons und bekomme dafür schöne Geschichten, Bilder, Informationen und ein wenig Aufmerksamkeit.

Posted by L9 at 15:55 | Comments (19)