03.12.09

Unglaublich

...oder "kann man mit Powerpointkreisen Geld verdienen.."

Heute von diesem Berater erfahren, der es geschafft hat, auf seine Powerpointpräsentation die uneingeschränkten Nutzungsrechte zu behalten. Da kostet dann jede nachträgliche Pfeilrichtungsänderung so viel, dass man die Sache lieber gleich ganz bleiben läßt. Wieso, verdammt nochmal, schaff ich so etwas nie?

Ähnlichkeiten mit anderen Darstellungen sind zufällig, aber eigentlich fast unvermeidbar, weil die meisten Darstellungen im Officeumfeld so aussehen.

Oder so

Oder so

Posted by L9 at 15:25 | Comments (5)

06.03.09

Kopf frei bekommen

Schön ist es, wenn man nach einem anstrengenden Tag im fernen Orlando zufällig auf eine Kneipe stößt, die 80er Punk und Ska spielt, auf angenehme Weise abgeranzt ist und mindestens 30 unterschiedliche Biersorten anbietet.

1200applications.jpg

Abgeranzt muss ich allerdings revidieren. Tapeten, die aussehen, als ob sie seit 50 Jahren von der Wand platzen, gibt’s wohl von der Stange. Muss ja wohl so sein, weil es die Kneipe noch garnicht gab, als ich das letzte Mal da war. Und die Toilette war blitzneu und 20mal sauberer als im Top-Steakhaus neben der Mall.

Posted by L9 at 23:25 | Comments (3)

15.10.08

* Schluck *

Nicht nur neue Wohnung, auch neuer Job.

Ausserdem ist heute abend im Museum für Kommunikation in Nürnberg die Eröffnung der Ausstellung "Absolut Privat! Vom Tagebuch zum Weblog". Da geh ich natürlich hin, weil ich da auch vertreten bin. Mit einem Satz.

(In Frankfurt war die Ausstellung auch schon)

Posted by L9 at 08:18 | Comments (10)

09.11.07

Dear Mayer

Ich habe ja schon ab und zu erwähnt, dass die Chinesen eine sehr spezielle Art der Namensgebung haben. (Aus chinesischer Sichtweise ist natürlich unsere Namensgebung eigenartig.)

Chinesen sprechen sich zum Beispiel immer mit vollem Namen an, zuerst der Nachname, dann der Vorname. Das wird sogar im engsten Freundeskreis so praktiziert. Die einzigen Menschen, die einen Chinesen ausschliesslich mit Vornamen anreden, sind die Eltern und natürlich die Businesskollegen aus Deutschland und USA.

Und nachdem Chinsen höflich sind, machen sie das auch. Die Frage ist nur - was verdammt ist jetzt der Vorname!?

cn-name.jpg

Der vorbeugende Hinweis aufs Geschlecht kann manchmal auch hilfreich sein.

Posted by L9 at 15:25 | Comments (7)

19.12.06

So Tage

(Sorry - aber aus Zeitmangel diesmal nur in schwarz-weiss)

Nachtrag: Und dann hab ich schon wieder vergessen, den Eintrag jemandem zu widmen. Das mache ich hiermit.

Und zwar, aus gegebenem Anlass, den erfahrenen Flugbegleiterinnen:
Frau Klugscheisser
und Frau Allegra
und all den anderen Flugbegleitterinnen in der Sphäre.

Posted by L9 at 08:04 | Comments (13)

05.11.06

Businesskasper (m/w)

Früher hab ich ja insgeheim gelacht, ein wenig von oben herab, wenn mir meine Kollgen erzählt haben, dass ihre Frauen nicht nur gebügelt haben und den Koffer gepackt, sondern ihnen sogar einen neuen Anzug gekauft hätten und neue Hemden, und sie schon sehr neugierig wären, wie ihnen das alles wohl passen würde. Manchmal lach ich allerdings nicht. Vor allem wenn ich dann wieder abgehetzt und viel zu spät zum Flughafen komme, weil ich noch bügeln mußte, und eigentlich bräuchte ich mal wieder ein neues Businesskostüm, hab aber einfach keine Zeit und auch keine Lust, durch die Bekleidungshäuser zu laufen, anzuprobieren, all das.
Da denke ich mir dann, vielleicht könnte ich ja mal überreden, das für mich zu machen!?

Ideen, die ich relativ schnell wieder verwerfe.

Posted by L9 at 09:25 | Comments (14)

23.06.06

Richtlinienkompetenz und noch ein Zitat

"Richtlinie für die Steuerliche Behandlung von Aufwendungen im Zusammenhang mit VIP-Logen in Sportstätten und WM 2006" (gerade reingekommen).

"Proaktive Berichterstattung erfolgt auf Anforderung" (aus einem Beurteilungsbogen).

Posted by L9 at 14:00 | Comments (2)

04.11.05

Originalzitat aus der gestrigen Besprechung

"Um jetzt keine Verwirrung zu stiften: Gelb ist Gelb und Grün ist Blau."

Posted by L9 at 09:19 | Comments (6)

30.08.05

Tschechischer Beamer?

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Ach ja, das Arbeitsleben hat mich auch wieder fest im Griff. Ein wenig ungewohnt nach diesen beiden wunderbar schönen, faulen Urlaubswochen.
Nett, dass wenigstens der Beamer Späße macht.

Posted by L9 at 10:09 | Comments (9)

22.07.05

Wort des Tages - QUA

Heute überdurchschnittlich oft ein neues, bestimmt altes Wort gehört.

"QUA"

Der Berater hat es verwendet, als er uns äußerst wohlmeinend zu verkaufen suchte, qua welcher Herausforderungen wir Tools zur crossfunktionalen Budgetprüfung einsetzen sollten und qua welcher Vorstandsbeschlüsse wir um das alles garnicht rumkommen würden. Und jetzt lese ich bei der äußerst hochgeschätzten Kaltmamsell etwas über "qua Existenz geschäftsschädigende Unternehmensführer".

Nein, ich komme nicht drumrum. Dieses Wort muss ich wohl in meinen Businesswortschatz aufnehmen, auch wenn ich dann potentiell auf der schwarzen Liste der Machavelli-Blogger lande.

Mal schauen, was das überhaupt heißt:

qua [lat. - eh kloa]: 1. Präposition) a) mittels, durch, auf dem Wege über, z.B. -Amt festsetzen; b) gemäß, entsprechend, z.B. den Schaden . Verdienstausfall bemessen. 2. (Konjunktion) [in der Eigenschaft] als, z.B. - Beamter

Bei diesem Berater hat es übrigens ein wenig froschig geklungen, das Wort.

Posted by L9 at 23:29 | Comments (3)

06.07.05

Weil wir es im Moment mit der Situationskomik haben

Früher hatte ich vor Vorträgen häufig Lampenfieber. Das hat sich gegeben.
Mittlerweile muss ich mich eher zurückhalten, nicht andauernd rumzualbern. Ein kleiner Witz ab und an, das geht. Aber wenn die Situationskomik zuschlägt, und ich gehöre zu der Gattung der Menschen, die schnell Dinge komisch finden, dann muss ich höllisch aufpassen, um bei der Sache zu bleiben. Ich mein ich bin ja ernsthafte Beraterin und kein Kasper. Einmal ist es mir allerdings sehr schwer gefallen. Es gab da einen Abteilungsleiter, der war ein wenig wuselig und nicht ganz von dieser Welt. Typischer Forscher, nennen wir ihn Dr. X. Bei der Vorbesprechung des Projektes wurden wir in sein Büro geführt und bekamen ein Glas Wasser. Ich habe getrunken, hinterließ meine Lippenstiftspuren am Glas. Dr. X. kam verspätet, setzte sich neben mich. Ich begann mit tragender Stimme, den Projektplan abzustimmen. Dr. X., leicht abwesend interessiert, nimmt mein Glas und trinkt mir mein Wasser weg. Der Anblick seiner von meinem Lippenstift leicht geröteten Lippen trieb mir Schweißperlen vor unterdrücktem Lachen auf die Stirn. Ich konnte die Abstimmung dennoch zu Ende bringen. Ein paar Wochen später große Abschlusspräsentation. Projektbeteiligte, Steering Commitee, der ganze Bahnhof. Einzig Dr. X fehlte. Plötzlich kommt die Sekretärin herein und flüstert mir ins Ohr, Dr. X könne leider nicht kommen. Er hätte sein Gebiss verschluckt. Wir sollten die Sache ohne ihn machen. Ich weiß bis heute nicht, wie ich diese Präsentation rumgebracht habe, ohne vor Lachen zu sterben.

Garnicht komisch finde ich es allerdings, wenn während einer meiner Workshops oder Vorträge die Leute ihre E-Mails beantworten oder im Web rumsurfen. Eine Unsitte, die sich verbreitet hat, seit es überall LAN-Anschlüsse gibt. Da habe ich mir schon oft vorgestellt ich nehme eine Webcam und erscheine direkt auf den Bildschirmen der Zuhörer - im Rächerinnenkostüm mit blutverschmiertem Degen.

Wobei, auch das ist eine Sache der Position - (denke ich mir gerade eben, während ich den Vortragenden anlächle.)

besprechung.gif

(btw - die Denkblase in der Denkblase it doch äußerst Gödelesk).

Posted by L9 at 15:00 | Comments (5)

23.06.05

Schnittstellen

Schnittstellen klingen gefährlich, wie Trennung, Verletzung, Streit.
Verbindungsstellen wäre doch ein viel besserer Ausdruck.

Schießt mir so durch den Kopf, während ich mit den Schittstellenpartnern zusammensitze.

Posted by L9 at 15:14 | Comments (5)

28.04.05

Einmal Frankreich und zurück

Da leben wir in der virtuellen Welt, vernetzt, verkabelt, Webcam alltäglich.
Und dann ist es immer noch notwendig, wegen 40 Minuten Vortrag insgesamt 700 km zurückzulegen. Naja, per EMail kam das Kompliment "Guter Vortrag, sehr leidenschaftlich". Ha. Da denke ich gleich an die Abhandlung: "Die IT, der Einkauf und die Leidenschaft."

Scherz beiseite. Neben den Erfolgs/Misserfolgszahlen, die man da immer zeigen darf/muss, habe ich was reingeschummelt.

MEIN WIKI!

Wie heißt es? "Es ist immer besser um Vergebung als um Erlaubnis zu bitten." Und so habe ich dieses Projekt auch sehr leise aufgesetzt in diesem Old Economy Bereich dieser großen internationalen Firma, in der ich (sehr gerne) arbeite. Einfach machen, ohne großen Vorabtrommelwirbel (weil "Publicity löst den Immunmechanismus einer Firma aus"), solange bis das U-Boot schwimmfähig ist und auftauchen kann.

Heute ist es aufgetaucht. Gut gefüllt von mir und ein paar Mitstreitern "Folge Deiner Intuition, welche Leute Du aussuchst, und arbeite nur mit den Besten". Und es ist gut angekommen. Von 20 Top-Managern wußten zwar nur 3, was so ein WIKI ist. Aber sie waren interessiert und kommentierten alles sehr positiv. Und ausgerechnet der älteste der Manager, ein Boß alter Schule, liebenswerter Patriarch, der kannte Wikipedia. Der war richtig begeistert von der Idee und unserer Umsetzung.

Tja, es war erfolgreich.

Ach ja, noch ein Spruch, den ich potentiellen U-Bootbauern auf den Weg geben kann: "Erkenne deine Sponsoren an". Mein Sponsor saß im Publikum, ich hab mich bei ihm ausdrücklich bedankt, und der Obereinkaufsvorstand unserer wirklich großen Firma hat ihm wohlwollend zugenickt.

Dann bin ich wieder heimgefahren. Mittagessen haben sie mir leider keines spendiert. Mußt ich mir halt nen Big Mäc reinziehen.

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Posted by L9 at 17:59 | Comments (6)

11.11.04

Lampenfieber

Ja wirklich, was macht man gegen Lampenfieber?

Ein alter Trick besagt: "Stell dir vor, das Publikum ist nackt."

Was ich davon halte? Nichts. Für mich ist das definitiv keine Option. Es ist unhöflich, es ist dumm, und dann muss man während des Vortrages auch noch permanent gegen das Lachen ankämpfen.

Und sobald ich bemerke, dass jemand aufgeregt ist, schau ich besonders böse. Damit er es auch ja nicht wagt.

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Posted by L9 at 08:00 | Comments (7)

27.10.04

Nachtrag - Scanning your Neighborhood

Uups, der Link war falsch, daher die Sache tatsächlich äußerst unverständlich!!

Bei dem im letzten Eintrag beschriebenen Gerät handelt es sich um einen sogenannten Konferenznavigator und nicht um einen Hinweis auf eine Morningshow.

Übrigens wirklich ein faszinierendes Gerät.

Man kann zum Beispiel nach Ländern sortieren und schauen, ob jemand aus Bahrein in unmittelbarer Nähe steht. Oder nach Firmen. Oder mal kurz scannen, wer in der Nachbartoilette sitzt. Aber das tun nur die Kindsköpfe. Und das sind wir ja nicht, wirklich nicht. In Wirklichkeit will man natürlich seine Kunden finden oder den richtigen Anbieter, fachsimpeln mit den Kollegen aus dem Nachbarkonzern, und natürlich sein Netzwerk erweitern.

(Und, das muss ich jetzt auch verraten nach diesem Faux-pas gestern: dieses junge Pärchen auf dem Morningshowfoto, das sind mein Bruder und ich vor ca. 20 Jahren).

Posted by L9 at 16:03 | Comments (4)

26.10.04

Scanning your neighborhood

Sehr heiseren Votrag gehalten gerade eben.
Jetzt die Ruhe nach dem Sturm genießen.
Hoffen, nicht krank zu werden.

Eigenartige Geräte haben die hier. Sollen dazu dienen, Leute zusammenzubringen. Du stehst da, drückst auf "Radar" und weißt sofort, wer neben dir steht. Name, Titel, Firma, Foto, aufsteigend sortiert nach Abstand (1-3 m, 3-5 m, etc.)

Oder du suchst dir jemanden raus aus der kompletten Liste, da ist jeder registriert. Du aktivierst die Spotfunktion. Sobald derjenige in deiner Reichweite ist, brummt das Gerät.

Teufelswerk.

Ich denk ich geh jetzt mal rum und scan ein bisschen. Eigentlich sollte man Menschen wie mir nicht so Spielzeug in die Hand drücken. Mir fällt da gleich allerhand Unsinn ein.

Posted by L9 at 16:52 | Comments (3)

21.10.04

Sachen vertickern

Eigentlich bin ich schon froh, dass der Mensch aus sich heraus oft einen gesünderen Verstand hat, als die ganzen neoklassizistischen Wirtschaftstheorien uns weismachen wollen.

Neulich hatte ich ja schon vom Gefangenendilemma und vom Nash Gleichgewicht erzählt, welches besagt, dass man nur auf sich selbst schauen soll, ansonsten sitzt man 10 Jahre im Gefängnis, mindestens. Es gibt aber auch andere Theorien. Das "Fairness Equilibrium" besagt, dass Spieler sogar bereit sind", Leute zu bestrafen, die sich unfair verhalten (Rabin, AER 1993). Auch wenn die Bestrafung sie selbst etwas kostet.
Nachgewiesen wurde dies unter anderem im Ultimatumspiel:
Spieler A hat die Macht, einen Geldbetrag (100 EUR) zwischen ihm und Spieler B aufzuteilen. Wenn B akzeptiert, erhalten beide den vorgeschlagenen Geldbetrag ausbezahlt. Lehnt B die Verteilung ab, so bekommt weder A noch B etwas. Die klassische Spieltheorie prognostiziert das Gleichgewicht 100 zu 0 (B stimmt jeder Verteilung zu). In den zahlreichen Experimenten zeigt sich aber, daß B erst Verteilungen bei (durchschnittlich) ungefähr 60:40 akzeptiert. Bei Verteilungen von z.B. 90:10 ist Spieler B also bereit auf die 10 (die er bekäme, wenn er der Verteilung zustimmen würde) zu verzichten, nur um A für die ungleiche Verteilung "zu bestrafen".

Wodurch nach vielen Forschungen und Experimenten mal wieder nachgewiesen wurde, was jedem gesund denkenden Menschen eigentlich grundsätzlich klar sein sollte: Sei fair. Du fährst besser. Sogar als Computerprogramm.

Das ist auch für mich eine gewisse Rehabilitation, gehörte ich doch zu den Menschen, die im Gefangenenspiel sofort geleugnet haben. Und damit rein wirtschaftlich natürlich die volle Loserin war. Aber, ich bin rehabilitiert! Dank Rabin und auch dank Fehr und Schmid, die "A theory of fairness, competition and cooperation" geschrieben haben.

Aber interessant ist diese Materie (Spieltheorie, Auktionstheorie) allemal.
Zur Zeit beschäftige ich mich damit beruflich sehr intensiv und schreibe gerade meine Erfahrung zusammen - um sie weiterzugeben an meine Kollegen - was bin ich altruistisch.

Nettes Zitat zum Auktionsthema von einem Kollegen neulich: Auktionen, das angesagte Tool seit die Römer ihre Sklaven vertickt haben.

Zweites Zitat: Wir benötigen ihr ausgebufftes Hirn für ein besonders effektives Auktionssetup?

Dabei schau ich doch sooooo harmlos aus.

So und der Cartoon kam jetzt weg, der war doof.

Posted by L9 at 11:13 | Comments (1)

17.09.04

Wiki Anarchie

procurementwiki.jpg

Mein Wiki ist Online. Allerdings nur in unserem Intranet.
Wir haben uns für TikiWiki entschieden - und ich bin sehr zufrieden damit.
Super Funktionalität, relativ einfaches Handling, sehr flexibel.
Jetzt muss es nur noch gefüllt werden und die Leute überzeugt.

Typische Fragen, denen sich der "Wiki-Rollout-Manager" stellen muss:
"Wieso nimmst denn da kein Frontpage?"
"Da kann ja jeder alles kaputtmachen!"
"Da kann man ja sogar anonym was reinschreiben!?"
"Ja - aber - das ist doch Anarchie!"

Yep - auf die anarchistische Informationsverbreitung!

wikiweb3.jpg

Posted by L9 at 11:56 | Comments (3)

09.09.04

Babylon

Hab erst ein wenig rumgealbert.
Darüber, dass ich jetzt diesen Vortrag in einer deutschen Großstadt beim Kongress einer großen deutschen Softwarefirma in Englisch halten soll.
Und darüber, dass er dann wieder synchron ins Deutsche übersetzt wird.
Nachdem ich jetzt aber diese Ankündigung lese bemerke ich, es wird tatsächlich international.

Posted by L9 at 13:45 | Comments (9)

28.08.04

Gewinner der New Economy

Neulich von dieser Frau gehört. Sie arbeitete in einer der typischen Hype-New-Economy Firmen. Amerikanischer Softwarehersteller, ca. 70 Mitarbeiter, hochgehandelt an der Börse. Ein Teil des Gehaltes wurde in Aktienoptionen ausbezahlt, so war es üblich zu dieser Zeit. Es war auch üblich, dass normale Mittelstands-Angestellte plötzlich superreich waren, Millionäre über Nacht. Sie fühlten sich deshalb auch nicht als "Angestellte eines Ingenieurbüros" sondern als "Top-Manager eines Start-Up's".

Wie auch immer. Die Frau sah eines Tages diese vielen Nullen auf ihrem Kontoauszug. Sie lächelte, verkaufte ihre Aktien, kündigte und kaufte sich ein Bodybuilding Studio.

Das war schon immer ihr Traumberuf. Kassiererin im Fitnesstudio. Wenig tun, ab und an Geld einsammeln und ansonsten den ganzen Tag waschbrettbäuchigen Männern beim Training zusehen.

Hat keiner verstanden damals.

Die Softwarefirma gibt es noch, der Kurs steht mittlerweile nur mehr bei 0,61 $.

Das Studio gibt es auch noch, soll sehr gut laufen, ist aber nicht börsennotiert.

Nachtrag:
Ich beneide bewundere Menschen, die diese innere Zufriedenheit haben und das Wissen, was ihnen gut tut.

Posted by L9 at 19:47 | Comments (3)

22.05.04

Bill Gates bloggt

Nicht schlecht! Dann werden die Windows SharePoint Services neben dem Forum, dem Dokumentenmanagement und dem Umfragetool vielleicht auch bald Blogfunktionalität bekommen? Und in zwei Jahren eventuell dann noch ein Wiki?

Via Roell

Posted by L9 at 10:15

13.02.04

Berater und Jounalisten

Der Unterschied zwischen Beratern und Journalisten?
Berater wissen vorher alles besser, Journalisten danach. Verantwortlich ist keiner ;-)

Posted by L9 at 08:14

12.02.04

Ready - go

Trockene Themen halbwegs lustig rüberzubekommen ist eine Herausforderung. Natürlich solls nicht allzu lustig sein, weil es ist ja alles ernst. Es soll aber auch nicht langweilig sein, weil man will ja die Leute unterhalten, begeistern - und sie sollen danach die Sachen auch übernehmen, nutzen, oder kaufen.

Manchmal beneide ich fast die Menschen, die im Entertainment arbeiten. Die abgehalfterte B (C?) Gardestars im Dschungelcamp präsentieren. Die sich über Leute lustig machen können, die mit Riesenbaggern Knöpfe annähen. Da gibt alleine das Thema schon mehr her.

Wenn du selber dann als Industriesklave einer Reihe müder Manager die Vorteile von den diversen Formen und Abarten der Kosteneinsparung rüberbringen musst (Nein, Geiz ist nicht nur geil, Geiz kann auch sehr sehr langweilig sein) oder über die Datentransparenz redest, die dir Datawarehousing bringt (ja, auch Erbsenzählen kann langweilig sein, sehr langweilig) - das ist dann schon eine Herausforderung für den Präsentator.

Ich glaube (hoffe) mittlerweile hab ich den Bogen raus. Und am liebsten habe ichs wenn ich zumindest einmal, ein einziges mal die Leute zum lachen bringe - trotz trockener Thematik.

Es gab aber auch schon schlimme Vorträge meinerseits.

Am peinlichsten:
Ich trage vor, mein Handy piepst. M ist dran. L (flüstert) geht nicht! M: Nein, wichtig, ich find meine Socken nicht. L (flüstert) keine Ahnung wo deine Socken sind. Schau mal in der Wäsche. Der Saal lacht.... Nein, natürlich habe ich nicht abgehoben, sondern das Gespräch gleich weggedrückt mit rotem Kopf. Die Leute haben dennoch gelacht.

Leidensfaktor 200:
Am Vortag indisches essen, Superscharf. Am nächsten Tag hats im Bauch rumort. Den Votrag hab ich rumgebracht, war bereit zum Sprint ims Eck. Da fingen die an zu fragen! "Interessant, aber erklären sie..", "Wie kann ich den Faktor X in den richtigen Zusammenhang bringen...". Ich glaube ich habe einen sehr sehr hektisch-verkrampften Eindruck hinterlassen.

Super Flop:
Kann passieren. passiert mir aber NIE NIE wieder: Black-out. Bei einem Thema das ich beherrsche, welches mich selbst sehr interessiert. Aber, ich ging vor, drehte mich um. Black-out. Und dann sass noch einer in der Runde, der hat das Messer rumgedreht, indem er alles, was ich dann sagte kommentierte und verdrehte.

Mein schönster Vortrag
Einen Saal voller gelangweilter Fachjournalisten, denen ich unterstellte, viel lieber Naomi Campell oder zumindest den Kanzler zu interviewen, als sich mit Industrieautomatisierung vom Sensor bis zum Leitsystem auseinanderzusetzen, mit dem Thema "Betriebsdatenerfassung in der Milchindustrie" zum Lachen gebracht.

Was ich gelernt habe:
Erzähl eine Story! Nie Folien aneinanderreihen und den Text ablesen. Folien sind zwar gut um den roten Faden der Story beizubehalten - und auch fürs Wissen-Sichern. Aber der gesamte Vortrag muss eine Geschichte sein. Mit Höhepunkt, mit Schluss, mit Spannung. Erzähl mitten drin mal Anekdoten, Beispiele. Ansprechende Beispiele.

Was ich mag an meinem Job: ich komm schon viel rum!

Now lets surf to China
eproc.jpg

Posted by L9 at 08:48 | Comments (3)

30.01.04

Abschiedskuss

"Gib mir den letzten Abschiedskuss
weil ich dich heut verlassen muss
und sage mir auf Wiederseh ,
auf Wiedersehn leb wohl.

Wir haben uns so heiss geliebt,
und unser Glück war nie getrübt.
drum sag ich dir auf Wiedersehn,
auf Wiedersehn, leb wohl

Ob du mir treu sein willst,
sollst du mir nicht sagen,
wenn man sich wirklich liebt,
stellt man nicht solche dummen Fragen.

Gib mir den letzten Abschiedskuss,
weil ich dich heut verlassen muss,
ich freu mich auf ein Wiedersehn,
auf Wiedersehn leb wohl.

Wir haben uns gefunden
geliebt und einst geküsst,
es waren schöne Stunden,
die man nicht mehr vergisst

ein Märchen geht zu Ende,
drum reich mir deine kleinen Hände.
Gib mir den letzten Abschiedskuss,
weil ich dich heut verlassen muss
und sage mir auf Wiedersehn,
auf Wiedersehn leb wohl."

......

Comedian Harmonists

Ich glaub es wird Indien.

Posted by L9 at 23:32 | Comments (5)

Fernweh

Ertappe mich zur Zeit immer häufiger dabei, mir Jobs an den exotischsten Plätzen der Welt auszusuchen.

jobs.jpg

So zwei oder drei Jahre mal ganz woanders hin. Nicht nur für die obligatorischen 3-4 Tage. In ein Land, wo alles ganz anders ist als bei uns. Nach Indien, Japan, Kazakhstan, oder einfach "lost in the middle of africa"...

Posted by L9 at 13:07

20.01.04

Ratingsysteme

Die Ermittlung und Bekanntmachung der Insolvenzwahrscheinlichkeit einer Firma kann durchaus ein relevanter Faktor sein, dieselbige diese Insolvenzwahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Das ist zumindest der Gedanke, der mich stets befällt, wenns darum geht, solche Ratingsysteme einzuführen und zu nutzen.

Posted by L9 at 21:15 | Comments (3)

25.11.03

Why...

Why you don't have to leave the corporation to become an entrepreneur

  • Komme täglich zur Arbeit mit der Bereitschaft, Dich feuern zu lassen. 

  • Umgehe alle Anweisungen, die Dich daran hindern, Deinen Traum zu verwirklichen 

  • Unternimm alles, um Dein Projekt fortzuführen, ganz gleich was in Deiner Stellenbeschreibung steht. 

  • Suche Dir Mitarbeiter, die Dich dabei unterstützen 

  • Folge Deiner Intuition, welche Leute Du aussuchst, und arbeite nur mit den besten 

  • Arbeite im Untergrund solange Du irgendwie kannst - Publicity löst den Immunmechanismus eines Unternehmens aus. 

  • Setze nie auf ein Rennen, an dem Du nicht beteiligt bist. 

  • Denke daran, daß es einfacher ist, um Vergebung als um Erlaubnis zu bitten. 

  • Bleibe Deinen Zielen treu, aber bleibe auch realistisch im Hinblick auf die Wege zu ihrer Erreichung. 

  • Erkenne Deine Sponsoren an. 

Quelle: PINCHOT, G (1985)

Immer noch aktuell, wenn auch schon bald 20 Jahre alt...

Posted by L9 at 16:43 | Comments (3)

18.11.03

Zwei Seelen

Nach einem netten Abendessen relativiert sich vieles :)
Liebe Anwender, liebe Softwareentwickler, verzeiht mir meinen kurzen Ausbruch.
Der arrogante Teil meiner Computererfahrenen Softwerkerseele sagt:
Die Hälfte der Menschen über 35 sollten keine Computer-Lösungen verwenden, weil die's NIE verstehen werden, weil sie zu alt/verkorkst sind, um selbsterklärende Dinge zu durchblicken und damit umgehen zu können...

Der andere nicht minder arrogante Teil meint:
Wenn jemand mit der Lösung nicht zurechtkommt liegt die Schuld bei der Lösung und nicht beim Anwender. Wer verantwortet die Lösung? Der Programmierer/Systemarchitekt/... Da denk ich manchmal an so Dinge wie "Finger abhacken" oder zumindest: Einsperren mit der eigenen Lösung und damit 10 Wochen Non-stop das machen lassen, was die armen Kunden später damit machen müssen.. Womit sie sich das Leben erleichtern sollen, dabei aber erschweren...

Fazit: meine beiden Teile sind nicht nur arrogant sondern auch menschenfeindlich - zumindest zu bestimmten Tageszeiten....

Ich denk ich geh jetzt dann mal lieber heim...

Eventuell ist der Mensch im allgemeinen auch nicht dazu geschaffen, komplexere Software zu realisieren....

Posted by L9 at 17:57 | Comments (4)

12.11.03

Säufermesse

BRAU - Beviale - Nirgendwo sonst sieht man so viel betrunkenes Standpersonal auf einen Schlag.. Ein Eldorado für Produktmanager: die Konkurrenz verrät dir selbst die geheimste Vermarktungsstrategie. Diesmal bin ich aber einfach nur Gast, weil ich die Branche gewechselt habe...

Posted by L9 at 21:21

11.11.03

Es gibt Situationen...

...da geht man am besten einfach nach Hause...

Posted by L9 at 19:44 | Comments (4)

15.10.03

Wenn Bürowitze ernst werden

Wir kennen sie ja alle, die unvermeidlichen Bürowitze. Früher quollen Sie aus Faxgeräten, heute füllen Sie unseren eMail Eingang.

Ernst wird's allerdings, wenn man den Witz nicht mehr als solchen erkennt. Wenn man den Übermittler der Mail gleich anruft und fragt, seit wann er denn fürs Sourcing von Alu-Druckguss zuständig ist, und ob's da jetzt tatsächlich endlich eine eAuction gibt...

Tja - ist mir passiert... peinlich.....


"Haben Sie Ihr Target Costing für die Alu-Druckgussteile bereits fertig ge­stellt?"
"Klar doch, können wir heute Nachmit­tag im Rahmen unserer Global-Sour­cing-Initiative verwenden. Haben Sie weitere Benchmarks für diesen Bereich?"
"Wir können die verwenden, die wir in unserer letzten Re­verse Auction auf der E-Purchasing-Plattform ermittelt ha­ben."
"Wie viele Lieferanten hatten denn den Request for Infor­mation ausgefüllt?"
,,25."
"Und wie viele das Quotation Grid?"
"Haben wir bereits Informationen aus dem Redesign-to­Cost-Prozess mit R & D?"
"Ja, der Cost Breakdown steht, wir orientieren uns jetzt zu Sourcing in Low Cost Countries."
"Vorher sollten wir noch ein paar Quick Check Audits bei unserem Local-Sourcing-Partner vornehmen lassen!"
"Da sollten wir aber auf jeden Fall aufpassen, mit wem wir das Supplier Development vor Ort durchführen, damit das Quality Deployment auch funktioniert."
"Bin ja gespannt, wie sich das auf die TCOs auswirkt."

Verstehen Sie, um was es geht? Jedenfalls rief uns letzte Woche ein osteuropäischer Lieferant auf eine Ausschrei­bung an und verlangte nach Herrn Purch Sing. Wo das wohl alles hinführt?

Ja, wenn man, wie ich, die Sachen nicht genau liest, führts zu
Missverständnissen...

Eure Lady Purch Sing.

Posted by L9 at 00:13

17.09.03

Posttraumatische Verbitterungsstörung

...Musste ich ja erst lachen drüber, weils gar so eigenartig klingt. (Siehe auch hier)

Aber bei genauer Überlegung ist es garnicht sosehr witzig.

Manchmal denke ich mir schon wohin das alles führen mag. Ich red jetzt nicht von Karriereknick und phasenweisen Jobverlust. Da muss man durch.
Es ist auch bestimmt nicht ungesund, dass wir uns langsam von dieser Vollkaskomentalität verabschieden müssen - zwangsläufig. Und dass unsere Lebenswege nicht mehr so vorgezeichnet scheinen.

Was schlimm ist - und was ich zur Zeit hautnah miterlebe - ist die Tatsache, dass eine ganze Menge Studienabgänger mit guten Noten keinen Job bekommen. Keine "Orchideen-Jahrgänge", diplomierte Ornithologen... Nein, Leute mit handfestem BWL-Abschluss, Juristen. Gut ausgebildete Leute, die dann noch nichtmal Arbeitslosengeld beziehen können und sich jetzt mit Aushilfsjobs über Wasser halten. Und diese Leute fallen durch sämtliche Statistiken, über die redet keiner.

Posted by L9 at 08:45

17.07.03

Neue Frauen

Seit vielen Jahren arbeite ich in einem sehr technisch geprägten Beruf in sehr technisch geprägten Firmen. Seit vielen Jahren sind die Frauen, die im gleichen Beruf oder in der gleichen Firma arbeiten, zwar superintelligent und kompetent aber ansonsten meist entweder verhuscht oder aber leicht aggressiv. Mittlerweile passiert es jedoch immer häufiger, dass ich auf eine andere Art von Frauen treffe. Schön gestylt, tolle Schuhe und Frisuren - alles in allem gut aussehend, äusserst kompetent (eh klar) und dazu noch HUMORVOLL!!!

Das freut mich! Vor allem weils dann auch einfach mehr zum lachen gibt!

Manche, meist ältere Jungs, kriegen es dabei allerdings scheinbar mit der Angst zu tun. So erzählte mir eine Kollegin, dass ihr "Tischgegenüber" monierte, dass die Frauen in Besprechungen sich immer sosehr profilieren möchten....

Hmm - was soll ich sagen....!? Hey Jungs, habt keine Angst, wir Frauen mögen Euch doch eh!!

Posted by L9 at 22:05 | Comments (9)

13.06.03

Das ist doch mal eine interessante Nachricht

Stadt München setzt auf Linux
Und natürlich gibt sich Microsoft nicht geschlagen. Aber das kennen wir ja - Lieferanten versuchen immer, Einkaufsentscheidungen durch Intervention auf höherer Ebene zu unterwandern (so - das war jetzt die Polemik der Woche...)

Posted by L9 at 12:51