05.06.06

Wie entstehen diese Comic

Zuerst einmal müssen die Ideen kommen. Dafür lege ich mich meist mit meinem Notizbuch aufs Sofa und fange an rumzukritzeln. Manchmal kommt die Idee sofort. Manchmal nutze ich sogenannte Kreativitätstechniken, schreibe Begriffe auf (Lebkuchen, Hexe, Weihnachtsmann, 45er Magnum) und habe dann - eventuell - den Geistesblitz. Meistens legt sich allerdings mein Kater auf den Notizblock. Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als mir und eine DVD anzusehen. Zum Beispiel Third World Cop oder Shaun of the Dead!

Wie auch immer. Ich zeichne meine Dinge direkt mit Tusche auf Papier. Mit sämtlichen Hilfsmitteln wie Bleistift, Kreide oder sonst irgendwas kann ich nicht umgehen. Das ist mir zu umständlich, vorzeichnen, radieren, Linien nachziehen, entweder es passt oder es passt nicht. Meist passt es nicht so richtig richtig, aber damit muss ich leben. Ich mein ich mach das ja nicht professionell.

Ich verwende hierfür: Copic Multiliner 0,5 und Rotring Art Pen M. Für feine Sachen nehme ich die F Artpen oder den Copic 0,3. Zum Ausmalen verwende ich meist Copic sketch und Copic Ciao. Die Online Comics werden allerdings am Computer koloriert.

Will ich etwas animieren, verwende ich Transparentpapier. Da kann man dann nämlich die einzelnen Bewegungen durchpausen. Jede Bewegung ein Bild.

Häufig läuft der Kater durchs Bild, das ist dann etwas nervig.

Deshalb empfiehlt es sich, neben einem Glas Oolong-Tee auch ein Glas Rotwein bereitzustellen. Für die Nerven.

Die Sachen werden eingescannt.

Am Anfang sind sie milchig, das heisst sie müssen "verhärtet" werden, Linientechnisch. Ich verwende übrigens Paint Shop Pro, NICHT raubkopiert!

Dann wird koloriert ...

... und animiert!

Und veröffentlicht.

Posted by L9 at 10:12 | Comments (0)

09.04.06

Als ich einmal Schlagzeugstar werden wollte

Für Katrin, mit der ich einen sehr schönen Sommer erlebte, damals, 199?. Inklusive Bandgründung, Wohnungsumzug, einem Schwimmbadbesuch und viel Sehnsucht nach Vergangenheit und Zukunft.

Posted by L9 at 19:59 | Comments (0)

02.04.06

Als ich mal im Tauchklub war

Im Laufe meines Lebens hatte ich bereits sehr viele Hobbies.
Im Schnitt übe ich ein Hobby drei Jahre aus, dann kommt das Nächste.

Leider bin ich meist nicht sehr erfolgreich bei dem was ich tue, was mir dann auch den entsprechenden Spott beschert. Zum Beispiel beim Tauchen. Selbstverständlich habe ich meine Tauchausbildung beim Verband deutscher Sporttaucher (VDST) gemacht. Kein Weicheiverein, nein, da muß man trainieren bevor man antreten darf zur Prüfung. Und wer die weihnachtliche Runde im vereisten Weiher nicht schafft, das kann kein Guter sein. Ich durfte sogar den Weihnachtsbaum halten. Sehr zur Freude von , der mir diese Peinlichkeit ziemlich lange aufs Butterbrot schmierte.

Solange, bis ich endlich mal im Sommer tauchen konnte. In Malta, wunderschön.
Ich schloß mich einer deutschen Tauchgruppe an und fuhr gemeinsam mit ihnen zu einer netten Bucht.
Diese Bucht fanden auch andere nett. Zum Beispiel eine Gruppe englischer Fußballfans, die auf der Klippe eine Party feierten. Ab da war der schwimmende Weihnachtsbaum vergessen. Ab da durfte ich mir lange Zeit anhören, wie das ausgesehen hat, als mir die Engländer auf den Kopf gepinkelt haben.

Völlig klar, dass ich ihm das Mißgeschick vom eingesperrten Autoschlüssel lange nicht erzählt habe.
Mein allererster Tauchgang. Das war am Attersee. Zu Ostern. Es hat geschneit und es war klirrend kalt.
Vor lauter Aufregung habe ich den Schlüssel im Kofferraum liegen lassen.

Ab da wußte ich, dass Tauchermesser auch in ungefährlichen Bergseen ihre Berechtigung haben.

Posted by L9 at 16:05 | Comments (0)