19.09.05

Legalize it

So eine Jamaika Koalition hätte ja schon einen gewissen Charme.

jamaica.gif


Hey, mein erster Politcartoon

Posted by L9 at 21:12 | Comments (0)

21.04.05

Nie den Mischer ärgern II

Eines seiner Machtmittel: der Bühnenaufbau. Schnur gespannt, und der Sänger bekommt Probleme beim Mikroschleudern. Einer der Gründe, warum die Mikros mittlerweile schnurlos sind.

Posted by L9 at 10:04 | Comments (0)

20.04.05

Nie den Mischer ärgern

Neulich Mischeranekdoten gehört.
Wenn du den Mischer ärgest, kann er sehr gemein werden.

Eines seiner vielen Machtmittel:

Die Monitorbox

mischer-farb.gif

Posted by L9 at 20:42 | Comments (0)

01.10.04

Wie nennt man seinen Schatz

Wie nennt man seinen Schatz.
"Mein Mann", "Mein Freund", "Mein Lebensabschnittsgefährte" - fürchterliche Ausdrücke altbacken und manchmal einfach peinlich.

Schöner ist da schon die Dame von Herrn Supatyp, Frau Kaltmamsells Mitbewohner, Anke Gröners Kerl oder Frau Zeichner von Sven K.

Wie soll ich nun meinen Schatz nennen?

Eigentlich einfach. Mehr und mehr mutiert er zum Toon. Häufig fragt mich, ob ich ihm nicht noch schnell ein Mascherl malen könnte, wenn er wohin muss, wo er eigentlich Krawatte tragen sollte, was ich als brave Toonfrau natürlich stets sofort mache.

Daher werde ich ihn in Zukunft so nennen:

Posted by L9 at 15:02 | Comments (0)

28.09.04

Ich auch, ich auch

Blogger beantworten manchmal zu gewissen Zeiten zeitgleich gewisse Fragen. Das hilft unter anderem, Kreativitätslücken zu überbrücken. Mittlerweile ist das etwas verpönt. Hier ging es um die Kindheit

Warum hast Du Dich als Kind jedes Jahr auf den Herbst gefreut?

Ich habe den Herbst gehaßt. Juckende Strumpfhosen, Rollkragenpullover aus kratziger Wolle, naßkaltes Wetter, und dann mußte ich auch noch in die Schule gehen.

Was war Dein Lieblingsspielzeug?

Alles was viel viel Dreck gemacht hat. Ich war Weltmeisterin (oder zumindest Kindergartenmeisterin) im Verbrauch und Verbreiten von Klebstoff, Farben und Knetmasse.

An was erinnerst Du Dich als erstes, wenn Du an Deine Einschulung zurück denkst?

Mein erster öffentlicher Redeauftritt. Schon damals war ich mit Lampenfieber geschlagen. Wir mußten unseren Namen sagen und wählen, ob wir Milch oder Kakao haben wollten als Pausengetränk. Als ich endlich dran war brachte ich vor lauter Aufregung bloß ein heiserdrucksiges "Gaugau" raus.

Welchen Spitznamen hattest Du in der Schule?

Na welchen wohl!

Du kannst einen Brief an Dich als Teenager schicken. Was schreibst Du Dir?

Du verrätst keinesfalls die Sache der Frau, nur weil du dich schminkst und in Miniröcken rumläufst. Und du bist auch ganz bestimmt nicht verklemmt, nur weil du nicht mit jedem Mann ins Bett geht, der mal was von Wilhelm Reich, Otto Mühl und der sexuellen Revolution gehört hat und meint, auf die Tour kann er kleine Mädchen beeindrucken oder aber unter Druck setzen.

Und du bist auch nicht oberflächlich und dumm, nur weil du gerne Science Fiction liest und viel lachst.

Alles in allem: Lass dich nicht unter Druck setzen - vor allem nicht von dir selbst.

Ein Erziehungs-Spruch Deiner Eltern, den Du Deinen Kindern ersparen willst/wolltest?

Quod licet jovis, non licet bovis.

Posted by L9 at 14:57 | Comments (0)

03.08.03

Der Pianist

In Linz gab es einmal einen Pianisten. Er war nicht besonders gut, daher spielte er auch in keinem berühmten Orchester. Es galt jedoch eine Zeitlang als äußerst schick, diesen Pianisten für private Gesellschaften zu buchen. Konzerte in kleinem Kreis, dazwischen Vorspeisen, Hauptgänge, Desserts und gesellschaftlicher Klatsch.

Selbstverständlich haben die Damen der Gesellschaft ihre Kinder zu ihm in den Unterricht geschickt. So auch meine Mutter.

Meine erste Klavierstunde war bereits äußerst effizient. Da wurde nicht gefackelt mit langen Begrüßungen. Ich konnte mir noch nicht mal meinen Mantel ausziehen, so schnell hat er mich ans Klavier gejagt.

Der Unterricht bei diesem Pianisten war sehr anspruchsvoll. Weil eigentlich war er Künstler und kein Lehrer, daher litt er richtiggehend unter den falschen Tönen seiner Schüler.

Jeden Dienstag um 14:00 war Klavierstunde. Und jeden Dienstag überlegte ich mir, mit wem ich mein Schicksal tauschen würde, zumindest für ein paar Tage, um dem Schicksal der Klavierstunde zu entgehen.

Keiner wollte mit mir tauschen.

Aber dafür habe ich viel gelernt. Neben der Resistenz gegen Hitze zum Beispiel maximale Reaktionsfähigkeit.

Und stoisches Ertragen ekelhafter Situationen. Mein Rekord? Eine Stunde fremden Mittagsrest am Finger ohne mit der Wimper zu zucken.

Ein einziges Mal war der Unterricht so richtig interessant. Da hat er seinen Partner dagehabt, einen tätowierten Zigeuner mit Ohrring, der singende Säge spielen konnte.

Den Gesellschaftsdamen hat das weniger gefallen. Ich glaube, das war der ausschlaggebende Grund, warum meine Mutter mich dann wieder rausgenommen hat aus diesem Unterricht.

Eines muß ich jedoch feststellen. Ich habe mein ganzes Leben nie mehr soviel gelernt am Klavier wie in diesen beiden Jahren beim Pianisten.

Posted by L9 at 16:15 | Comments (0)